Flora und Fauna

Die erdgeschichtliche Entwicklung hat dem Kontinent eine eigenständige und teilweise recht ungewöhnliche Flora und Fauna beschert.

Von den rund 20.000 heimischen Pflanzenarten in Australien sind ca. 85 % ausschließlich dort zu finden. Typische Pflanzen sind die Eukalyptus- und Akazienbäume. Von beiden gibt es über 600 Arten. Der schnellwüchsige Eukalyptusbaum ist sehr anspruchslos und widerstandfähig. Daher findet man ihn sowohl in Küstennähe als auch in der heißen und trockenen Mitte.

In den Trockengebieten Westaustraliens kommt außerdem der Baobab-Baum vor, der auch Flaschenbaum genannt wird. Dieser Baum kann in seinem Stamm Wasser speichern. Weite Flächen des Landesinneren sind von Grasland geprägt, die bedeutendste Pflanzengesellschaft hier ist das Spinifex-Grasland.

Beuteltiere sind die typischen Vertreter der einheimischen Tierwelt: Kängurus und Wallabies (45 Arten), aber auch Koalas und Wombats. Das Leisten- oder Salzwasserkrokodil kommt hier auch im Süßwasser vor und ist gefährlich.

Ebenso Schlangen: Die elf giftigsten Schlangenarten der Welt leben in Australien – und in den Küstengewässern im Norden und Nordosten gibt es hochgiftige Quallen (auch Box Jelly Fish genannt), deren lähmendes Gift für Menschen sogar tödlich sein kann.

Jetzt noch zu den einzelnen Tieren

Schlangen:

Was? In Australien gibt es so viele giftige Tiere! Diesen Satz hört man von jedem zweiten wo man über seine Reise einweiht.

Klar gibt es Spinnen, Schlangen und Krokodile. Bevor ich meine Reise antritt hatte ich furchtbare Angst vor solchen Tieren, vor allem vor Spinnen.

Solange man die Natur respektiert und auch kein Tier absichtlich ärgert wird so gut wie gar nichts passieren. Ich war 3 Monate in Australien und habe genau 1 Schlange gesehen. Der beste Tipp ist einfach sich ganz ruhig verhalten falls man wirklich mal einer über den Weg läuft.

Vorbeugung

Bei Vorbeugung denke ich weniger an das unpraktikabel Mitschleppen von Medikamenten/ Gegenmitteln, um immer gut gewappnet zu sein, sondern an wirkliche Vorbeugung, um es also nicht soweit kommen zu lassen. Eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Regel lautet: Schlangen in Ruhe lassen.

Nicht zu glauben, aber es wurden wirklich Leute gebissen, weil sie versuchten welche zu fangen! Unbeabsichtigten Kontakt kann vermieden werden, wenn der Lebensraum von Schlangen mit entsprechender Vorsicht durchquert wird.

Schlangen lieben alte, auf dem Boden liegende Bäume. (8-ung beim Feuerholz sammeln.

Hohes Gras ist recht unübersichtlich.

An Flussufer benutzen die Schlangen die Felsen als Unterschlupf, da die Steine auch sehr viel Wärme

Bei hohem Grass sollte man gute Schuhe tragen (keine Flipflops). Falls man unsicher ist einfach ganz fest in Boden stampfen. So merken die Schlangen die Vibrationen im Boden und zischen ab.

Spinnen:

Ja, es gibt giftige und vor allem große Spinnen in Australien, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, dass man ein Opfer wird. Wer aber eine Abneigung gegen diese Krabbeltierchen verspürt, für den ist es wohl egal, ob die Spinne nun als harmlos einzuordnen ist oder nicht.

Am besten nicht ohne Schuhe rumlaufen, so kann man schon einiges verhindern. Was auch ich in Australien lernte ist immer bevor ich meine Schuhe anziehe einmal kräftig schütteln. Es kommt vor das sich die Spinnen in den Schuhen drinnen verstecken.

Ameisen

Ameisen gibt es unendlich verschiedene Arten in Australien. Die kleinen Schwarzen, die immer einen Weg ins Haus oder zu den Essensvorräten finden, sind genauso vertreten, wie sehr große mit so netten Namen wie „Jumping Jack“.

Jumping Jacks haben ungefähr die Größe unserer Waldameisen, sie springen nur. Aber nun keine Panik, es wimmelt nicht von durch die Gegend hüpfenden Ameisen, die es auf Menschen abgesehen haben. Am besten mit etwas Abstand ansehen und nicht direkt in die Ameisenstraße stellen, dann gibt es keine Probleme.

Bulldog Ants sind noch ein wenig größer. Sie leben in kleinen Erdhöhlen oder Felsritzen und meistens laufen nur ein paar davor herum. Sie sind leicht zu erkennen, da sie sich, kommt man ihnen nahe, umdrehen, aufrichten und bereit zum kämpfen sind.

Ein Biß soll wie ein Wespenstich sein.

Green Tree Ants (Oecophylla smaragdina), sie leben eher auf Bäumen und haben ein grünes Hinterteil.

Blutegel (Leech)

Blutegel lieben es feucht und scheinen eine Vorliebe für stinkige Wandersocken zu haben. Lecker. 😉 Magisch vom Geruch angezogen, warten sie bis ein Opfer nahe genug kommt, um sich blitzschnell festzuklammern. Sie warten auf dem Boden oder in den Bäumen. Sie sind auch blitzschnell durch irgendwelche Luftlöcher in den Turnschuhen durch und plötzlich auch unter dem Socken.

Was tun bei Blutegeln?

Ein recht bewährtes Abwehrmittel ist Salz. Einfach immer ein Beutelchen Salz dabei haben und man ist gerettet von diesen gefräßigen Blutegeln. Draufgestreut, führt es zu einer starken Dehydrierung (Wasserentzug) des Blutegels. Dieser versucht durch Zusammenziehen der Körperoberfläche dem sicheren Tod zu entrinnen und lässt von seinem Opfer ab.

Tale:

Welche Mücke beißt mich da?

Australisches Outback ohne Fliegen ist kaum vorstellbar – je heißer, je mehr gibt es davon. Das Wegwedeln der Fliegen mit der Hand aus dem Gesicht ist auch als Australischer Gruß bekannt. Touristen erkennt man dagegen am Fliegennetz vorm Gesicht.

Ich erinnere mich das diese Fliegen ständig versuchen in die Nase und Ohren zu kriechen und auch sonst ganz lästig auf mir saßen. Am besten lässt man sie einfach sitzen denn sie gehen ja sowieso nicht weg.

Koala:

Der Koala – mein Lieblingstier. Er sitzt stundenlang auf einem Baum und isst. Dann hat er soviel Kraft getankt, um einen Ast höher zu klettern und isst weiter. Oder er hält einfach mal ein Nickerchen für ein paar Stunden. Was für ein Leben. Er könnte in Deutschland fast Beamter sein. 😉 Früher bevölkerte der Koala die gesamte Küstenregion von Ostaustralien, heute lebt er nur noch in kleinen Kolonien. Die Ernährung ist auf die Blätter weniger Eukalyptusarten beschränkt, von denen er bis zu 1kg am Tag verzehrt. Der Koala nimmt die benötigte Flüssigkeit durch die Blätter auf und trinkt fast nie.

Der Wombat gehört zu den Beuteltieren.

Wombats sind in der Dämmerung aktiv und so ist meistens das Einzige was man während des Tages von ihnen wahr nimmt, der Eingang zu ihrer Höhle und ihre Hinterlassenschaften.

Die eigentliche Wohnhöhle hat mehrere Zugänge, die weit verzweigt sind. Kein Zaun stellt ein wirkliches Hindernis da, ganze Uferregionen werden untergraben und so ist er nicht gerade beliebt bei den Farmern. Verteidigt wird das Zuhause, indem der Gang mit dem Hintern versperrt wird. Kein Eindringling kommt daran vorbei. Ist eine ‚Wohnung‘ bewohnt, strömt häufig ein unverkennbarer Geruch heraus. Leider konnte ich persönlich nie einen Wombat sehen in diesen 3 Monaten. Hoffe aber dass ich dieses mal sicher einem begegne

Krokodile:

Das nördliche Australien kennt zwei Arten von Krokodilen, Süß- und Salzwasser-Krokodile, oder kurz Freshies und Salties genannt.

Krokodile sind in der Lage ihren Herzschlag auf 2 Schläge in 3 Minuten zu senken. Sie können damit sehr lange unter Wasser bleiben und ihre Umgebung beobachten. Sie reagieren besonders auf Schwingungen und sind in der Lage sofort von der Ruhephase in den Angriff überzugehen.

Sie können zudem so hoch aus dem Wasser zu springen wie ihr Körper lang ist und auf dem Land erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 15km/h.

Ich habe mal gelesen, dass die Aborigines, falls sie baden möchten zuerst ihren Hund ins Wasser schmeissen um zu sehen ob sich da drin ein Krokodil befindet. D.h. wenn der Hund nicht mehr raus kommt war da leider ein Krokodil drin. Was für ein Hundeleben.

Falls mal was irgendwann mit einem Krokodil sein sollte einfach so fest wie möglich voll in die Augen rein drücken/schlagen.

Wenn man vor einem Krokodil auf der Flucht ist versuchen im ZICKZACK zu rennen. Anscheinend können die meisten nur gerade aus und brauchen so länger bis sie mal eine Kurve rennen können.

Die vielen Warnschilder sind unbedingt zu beachten, wenn man keinen Hund dabei hat. 😉 Und auch wenn die Schwimmstellen (z.B. » Twin Falls)

zu Beginn der Season überprüft und danach abgesichert werden, hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.

Tasmanischer Teufel:

Seinen negativ behafteten Namen erhielt der Beutelteufel wegen seines schwarzen Fells, seiner Ohren, die sich bei Aufregung rot färben, seines besonders bei Erregung sehr unangenehmen Körpergeruches, seines lauten Kreischens, das über sehr weite Entfernungen noch zu hören ist, und seines aggressiven und neugierigen Verhaltens gegenüber einer geschlagenen Beute und überhaupt allem, was ihm begegnet.

Kängoroo:

Nicht alle Arten entsprechen unserer gängigen Vorstellung eines Kängurus: Auffälligstes Kennzeichen fast aller Arten sind die großen hinteren Gliedmaßen. Nur bei den Baumkängurus, die sich an das Leben in den Bäumen angepasst haben und sich nicht mehr hüpfend fortbewegen, sind die Gliedmaßen annähernd gleich lang. Der Schwanz ist lang, muskulös und meistens behaart, er wird oft als Stütze oder zur Balance benutzt. Die Arten ähneln sich hinsichtlich des Körperbaus, unterscheiden sich jedoch beträchtlich in ihrer Größe. So erreicht das Zottel-Hasenkänguru oft nur 1 bis 2 kg Körpergewicht, während das Rote Riesenkänguru 90 kg schwer werden kann. Der Kopf ist relativ klein und lang gestreckt, die Ohren sind groß. Wie alle Diprotodontia sind die unteren zwei Schneidezähne vergrößert, beim Zubeißen treffen sie auf eine harte Stelle im Gaumen hinter den oberen Schneidezähnen. Diese Anordnung sorgt dafür, dass auch hartes Pflanzenmaterial abgerupft werden kann und findet sich in ähnlicher Form auch bei manchen Paarhufern. Die Eckzähne fehlen oder sind stark zurückgebildet. Die Backenzähne kommen nicht gleichzeitig, sondern nacheinander aus dem Zahnfleisch, erst wenn die vorderen abgenutzt sind und ausfallen kommen die nächsten und wandern dann im Mund nach vorne.

Quallen:

Trotz ihrer Größe zählen die Würfelquallen zum Plankton, da sie sich großenteils von der Strömung treiben lassen. Zu ihnen gehören die wohl am meisten gefürchteten Quallenarten, darunter die hochgiftige Seewespe (Chironex fleckeri), deren Gift einen Menschen unter Umständen innerhalb weniger Minuten töten kann. Würfelquallen kommen ausschließlich in tropischen Gewässern vor.

Im Durchschnitt sind diese Meerestiere 25 Zentimeter groß und haben bis zu 4 Meter lange Tentakel, die an dem viereckig anmutenden namensgebenden Schirm entspringen. Die ausgewachsenen Tiere werden ohne Tentakel etwa 10 cm lang, mit den Fangarmen bis zu 3 m und etwa 2 kg schwer. Bis zu 60 Tentakel mit Millionen von Giftkapseln besitzt eine Würfelqualle. Sie sind mit tausenden von Nesselzellen (Nematozyten) bewehrt, aus denen durch mechanische Reizung aktiviert feine Harpunen hervorschnellen, die in die Haut des Opfers eindringen und ihr Gift entladen, das zu Lähmungen der Muskulatur führt.

Ein abwechselndes Füllen und Entleeren ihrer Schirmhöhlung ermöglicht den Tieren eine Fortbewegungsgeschwindigkeit von bis zu 8 km/h. Am Randbereich des Schirmes entwickelten sich vier augenähnliche Sinneskompartimente, die eine Hell-Dunkel-Unterscheidung ermöglichen.

1 Kommentar

  1. suday said,

    Dezember 29, 2007 um 6:23 pm

    der text war echt schön zulesen nachdem ich gerade einen hinter mir hab bei em ich das gefühl hatte man wolle mir sagen das ich sowieso an irgendwas schrecklichem dort streben müsse. jetzt hab ich wieder richtig lust zu fahren:)
    und danke für den krokodiltipp!;)


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