der Mensch und die Natur

Ich habe heute einen erschreckenden Artikel über Australien gelesen. Der ganze Kontinent wird unbewohnbar werden. Natürlich sind das nur Spekulationen und Berechnungen, aber vieles deutet darauf hin. Vor über 100 Jahren war Australien bewaldet. Dann fingen die Menschen an, das Land zu roden, um Ackerfläche zu gewinnen. Jetzt sind nur noch 15% Wald übrig. Dies ist aber nur eine Maßnahme, wie die Leute das Land kaputt machen. Wasser wird verschwendet, um z.B. gewinnbringend Kohle zu fördern. Dass damit dem Kontinent das Grundwasser und damit die Grundlage des Lebens geraubt wird, berücksichtig niemand. Mehrmals hat man versucht, Tiere in das Lande zu bringen, die die Ernte vor Ungeziefer schützen. Jetzt hat man Plagen. Kaninchen, Kröten aber auch Kamele fressen sich durch das Land. Die Folge: keine Pflanzen, weniger Wasser, weniger Niederschlag, Bodenerosion, … Eine Spirale, die sich immer schneller dreht – nach unten – und kaum mehr aufzuhalten ist. Australien ist sehr faszinierend für uns – die Weite, das Endlose, das Gefährliche – und doch sind das nur Zeichen für die Zertörung des Landes.

Und trotzdem gibt es Hoffnung. Vereinzelt engagieren sich Farmer für den Schutz, den Erhalt und den Wiederaufbau der Natur. Mit Erfolg – kleinem Erfolg. Ob es reicht die Zerstörung des Landes aufzuhalten? Wohl kaum, wenn sich das Denken und Handeln der Regierung und der Industrie nicht ändert. Aber irgendwann werden es alle merken, dass man Geld nicht essen kann.

Und warum wollen wir jetzt gerade nach down under reisen? Es ist immer noch ein Paradies – riesige Korallenriffe, überwältigende Strände, atembraubende Landschaften, einmalige Naturschauspiele… „Jeder der mal dort war, ist infiziert“ hat wir vor kurzem ein Kollege gesagt. Ich will mich auch infizieren lassen – von diesem Land, der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Aussies, dem australischen way-of-life – solange es noch möglich ist. Und vielleicht können wir auch ein bißchen zum Guten beitragen. Wer weiß…