Fraser Island

Also vorab, dies war das beste was wir bisher erlebt haben. Keine Ahnung was dies noch toppen koennte. Wir sind also mit unserem Spike auf Fraser Island gefahren – die groesste Sandbank der Welt. 120km lang und 15km breit. Keine Strassen, nur Sand, Fluesse und Baeume. Fuer mich der groesste Spielplatz der Welt! Zugegeben ich war zuvor ziemlich nervoes und ab und zu ging uns der Ar… schon auf Grundeis. 😉

Probelaufen auf der Sandblow in Rainbow Beach. Einen Tag zuvor war die Welt noch in Ordnung…

1. Tag: Schon die Anfahrt auf die Faehre war sehr – sagen wir mal – sandig. Irgendwie sind wir aber draufgerutscht. Bin schon wahnsinnig stolz drauf, weil nach uns gleich mal 3 Autos stecken geblieben sind. Waere aber kein Problem. Im Nu kommen ein paar Aussies und ziehen dich wieder raus. Nach 15 Minuten kommen wir in Fraser Island an und vor uns liegt eine 90km lange „Autobahn“ aus Sand, links Regenwald und rechts der rauschende Ozean. Ein unbeschreibliches Gefuehl. Und weil unsere Fahrkuenste von Minute zu Minute besser und sicherer werden, wird auch unser Grinsen immer breiter. Und das ging auch nicht mehr weg. 😉

Unser Dauergrinsen fuer 3 Tage!

Das Maheno Wreck – wollte vor ca. 70 Jahren auch ueber die Insel. So endet man ohne 4×4!  🙂

Die Pinnacles – sind halt auch nur Sand…

Die tolle Aussicht geniesst man vom Indian Head aus. Manchmal sieht man Delphine, Wale und Haie. Wir leider nicht.

2. Tag: Nachdem wir am ersten Tag ganz routiniert ueber Strand und ein paar Fluesse geduest sind – auch der Adrenalinspiegel hat sich wieder gesenkt – sind wir am 2. Tag ins Innere der Insel gefahren – aehm, gerutscht… mit dem 1. oder 2. Gang und Vollgas. Jetzt wussten wir auch, fuer was die Haltegriffe in unserem Spike sind. 😉 Die Strassen (wenn man so will) sind nur Wege aus Sand. Lenken ging fast nicht, der Sand hat uns in der Spur gehalten. Aber vor Aesten oder so ausweichen war auch nicht drin. Ich hatte die ganze Zeit Angst, dass wir einsinken oder in der Mitte aufliegen. Das man nach 10km in einer Stunde so fertig sein kann, hab ich auch noch nicht gewusst. Aber es hat sich gelohnt. Das war echt Adrenalin pur. Und Fallschirm springen ist – ohne Witz – ein Kindergarten.

Der Eli Creek wird bei Regen zum reissenden Strom… aber wir haben ihn ueberquert.

Der Weg zum Lake Wabby geht ueber 1km ueber diese Sandblow.

Der Lake Wabby ist einer der speziellsten der ueber 200 Seen auf Fraser Island. Warum sieht man…

Leider sind nur wenige Bilder von den Strassen was geworden. Es hat einfach zu sehr gewackelt. Und Isa musste sich festhalten… Und kurz mal anhalten war nicht. Nicht wenn man nicht stecken bleiben will.

Unser zu Hause fuer 2 Tage. Adresse: gleich hinter der Duene am Meer.

So ein Sonnenuntergang entschaedigt fuer die Strapazen des Tages.

3. Tag: Nun hatte ich also meine letzte Fahrstunde im Sand. Naechstes Jahr fahren wir die Ralley Paris-Dakar mit. Egal wo wir hingefahren sind, wir haben keine vernuenftige Strasse gefunden. Immer mehr Sand, Aeste, Schlagloecher, steile Haenge und auch sowas wie Treppenstufen. Leider mussten wir um 2 Uhr auf der Faehre sein. Der letzte Kilometer war aber noch eine Steigerung von allem. Ein steiler Hang, mit ein paar Aesten dazwischen, die aber zum Glueck verhinderten, dass wir ganz durchrutschten. So haben wir wenigsten ein paar mal halten koennen und tief Luft holen und die verschwitzen Haende abtrocknen koennen, bevors wieder weiter ging. Aber wir habens geschafft! Ohne auch nur einmal stecken zu bleiben. Yuppieh! Darauf haben wir mit einem Bier noch angestossen. Es hat noch nie so gut geschmeckt (obwohls immer noch sehr waessrig ist). 🙂

Ohne Worte… Lake McKenzie

Es waren echt die drei megatollsten, aufregendsten, adrenalinreichsten, nervenkitzligsten, geilsten Tage :-D. Auch unserem Spike hats gefallen – Und wir sind so stolz auf ihn. Er war der einzige 4×4-Van auf der Insel – So gut, das er 10m vor der Faehre nicht mehr anspringen wollte… er wollte halt noch bleiben und wir ja auch 😉 Man hat uns aber doich schnell helfen koennen, es war nur ein loser Kontakt bei der Batterie. Bei dem rumgewackle die ganze Zeit wunderts mich nicht. Die Faehre konnte dann auch – 10 Minuten spaeter – uns wieder aufs Festland bringen. Am liebsten wuerden wir aber wieder umdrehen… Irgendwie fuehlen wir uns gerade, als waere der Urlaub vorbei und der Alltag beginnt wieder. 😦 Einkaufen, Campingplatz suchen, essen, Waesche waschen, weiterfahren. Alltag eben. 😀