Leben in Australien

Australien ist schon ein verdammt schoenes Land. Wir sehen und erleben soviele eindrueckliche Sachen. Die paar Bilder auf dem Blog sind bei weitem nicht alles. Allerdings gibt es auch hier ein paar – wenn man so will – negative Sachen. Oder einfach Dinge, die man bei uns nicht hat und die das Paradies nicht ganz so paradiesisch erscheinen laesst.

Problem “Wasser”! Also eher kein Wasser. Es regnet immer weniger. Der Boden und Fluesse versalzen. Trinkwasser wird rar und soll in 5 Jahren das doppelte kosten. Duschen sollen nicht laenger als 10 Minuten dauern, Badewanne gibts (fast) garnicht und die Waschmaschine ist in 20 Minuten fertig. Das Wasser aus der Leitung schmeckt nach Chlor. Lecker. Ab und zu schmeckt der Tee wie eine Tasse Wasser aus dem Hallenbad… Aber lieber Chlorwasser trinken als gar keines.

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Australien ist der am wenigsten bewaldete Kontinent und auch der trockenste? Und Australien ist einer der groessten Lieferanten von Holzschnipseln!!! Naja, irgendwann nicht mehr… Golfplaetze werden weiter bewaessert. Und Australien ist immer noch der groesste Schmutzfink. Pro Person geben die Aussies am meistens CO2 in die Atmosphaere ab… Ich weiss nicht, ob ein Zusammenhang mit diesen Fakten und der Wassernot besteht. Aber foerderlich ist dies auf keinen Fall. Oder?

Problem “giftige und gefaehrliche Tiere”. Die giftigsten und gefaehrlichsten Tiere leben in Australien. 80% der giftigsten Schlangen (Taipan, …) und Spinnen (Redback-Spider) gibt es hier. Dazu Krokodile, Haie und die Quallen! Hier ist man aber auf die Gefahren doch ganz gut vorbereitet. Ueberall wird gewarnt und auf Erste-Hilfe-Massnahmen hingewiesen. Man sollte gut aufpassen und Warnungen ernst nehmen. Aber trotzdem muss man nicht gleich Panik kriegen. Wir haben erst eine Schlange gesehen und keine giftigen Spinnen und Krokos nur bei einer Tour. Zum Glueck! Und die Statistik spricht auf dafuer: ein Mensch stirbt pro Jahr an einer Hai- oder Kroko-Attacke und zwei sterben durch einem Schlangenbiss oder durch Quallen oder durch einen Bienenstich! Und in den letzten 20 Jahren ist niemand durch eine Spinne getoetet worden!

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Problem “Fremdenfeindlichkeit”. Irgendwie falsch, fremd sind die Aborigines ja nicht. Feindlich ist das aber schon: wir haben solche Schilder gesehen – nicht nur einmal. Ausserdem wurden wir oefter von Aussies vor den Aborigines gewarnt. Man solle sich nicht mit ihnen abgeben, nicht dass uns was passiert… es ist zwar noch nichts passiert, aber trotzdem… Konnten wir bisher nicht verstehen. Und wir verstehen es auch weiterhin nicht. Schliesslich sind die weissen Maenner gekommen und haben den Aborigines genommen, was ihnen gehoert. Ihr Land und auch ihr Leben. Wieso macht man sie jetzt auch noch schlecht?

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So, nun aber genug schlecht geredet. Australien ist ein wunderschoenes Land. Wir haben gelernt, auch hier gibt es Probleme, wie bei uns zu Hause auch. Manche Dinge findet man hier gut, manche schlecht. Und trotz aller Probleme oder schlechten Sachen hier. Wir haben die Australier als sehr nett, offen, freundlich und hilfsbereit kennen gelernt. Und sehr sorglos, vielleicht mal etwas zu sorglos. Aber wieso nicht einfach das Leben geniessen… es braucht nicht unbedingt viel dazu. Vielleicht noch etwas Ruecksicht…. auf andere… auf die Natur… auf diese Welt!

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Great Ocean Road – Teil 2

So, Mund wieder zu machen. Weiter gehts mit Bildern von der Great Ocean Road. 😉 Ach ja, die 12 Apostel hiessen frueher „Sow“ and „Piglets“. War nicht so spannend, also hat man die Namen kurz mal geandert. Es wollen anscheinend doch mehr Leute Apostel sehen. 6 der Piglets hats nicht gefallen und sie haben sich aus dem Staub gemacht. Jetzt sinds nur noch 6…

Die 12 Apostel – aehm 6 Apostel natuerlich – haben uns so gut gefallen, dass wir gleich zweimal hingefahren sind. Einmal zum Sonnenuntergang und noch einmal am Morgen. Sehen schon fantastisch aus. Sowas wuerden wir uns in unserer Wohnung aufhaengen – falls wir mal wieder eine haben… im Spike ist leider zu wenig Platz dazu. 😉

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Es war kalt 🙂

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Diese zwei Felsen sind gleich auf der anderen Seite der Apostel… schon wieder machen sich welche aus dem Staub… 😉

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 Auf dem Weg zum Cape Otway kommt man – auf Umwegen 😦 – an diesem wunderschoenen, vertraeumten und romantischen Kuestenabschnitt vorbei. Fragt uns aber nicht wie man dort hinkommt…

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Ihr habt es als Scherz verstanden, dass wir von Kangaroo Island einen Koala mit heimgenommen haben? Nein, hier ist er… zusammen mit unserem Spike. 😉

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… und hier noch mal mit dem Baby. Ach sind die sueeeessss… Nur einmal hat er uns Angst gemacht, als er ueber die Strasse gelaufen ist – ja, der Koala ist wirklich gelaufen; er ist garnicht so faul wie wir immer dachten – und gegrunzt hat wie ein Schwein… Also, Koalas grunzen! Schon wieder was gelernt.

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Die Zeit treibt uns weiter die Great Ocean Road hoch bis nach Apollo Bay. Es suesses Staedtchen genauso wie auch die anderen Touri-Doerfer hier.

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Und so sieht die beruehmte Strasse aus. Krass, wenn wir uns vorstellen, wie an diese Steilkueste ueber ein paar 100 Kilometer eine Strasse gebaut wurde. Zum Teil waren die Orte nur mit dem Schiff zugaenglich…

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In Lorne wollten wir eigentlich noch mehr Wasserfaelle anschauen. Leider hatte nur einer richtig Wasser. Dieser hier: der Erskine Fall!

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Hier haben wir eine lustige Truppe kennen gelernt. 2 Franzosen, 2 Spanier und eine Deutsche. Die sind sogar sehr sportlich und machen Couchsurfing. Und so gehts: www.couchsurfing.com

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Und zum Abschluss nochmal ein Highlight fuer uns! Unsere erste Schlange in freier Wildbahn! Keine Ahnung, wie giftig die ist, aber Spike hat geknurrt, dann ist sie eh weggekrochen. 😉

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Und ganz zum Schluss waren wir noch in Anglesea. Hier koennte man zusammen mit Kangaroos Golf spielen… Finde ich cool, dass die Tierchen sich einfach nicht wegjagen lassen. Recht habts!

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Cape Tribulation

So gern wir auch in Kuranda geblieben waeren, unsere Reise ging weiter – wir haben es nicht bereut. Allein die Anreise den Cook Highway hoch Richtung Cape Tribulation hats in sich. Kilometerlang gibts solche Ausblicke zu sehen. Einfach traumhaft.

Der Daintree Nationalpark ist der aelteste Regenwald der Welt. Und der einzige wo Regenwald direkt ans Meer grenzt. Einfach atemberaubend, was wir auf unseren Wanderungen durch dichten Jungle gesehen haben.

Mossman Gorge

Die Cassowary kennt ihr ja schon. Wir hatten echt Glueck, dass wir welche gesehen haben. Zuerst auf diesem Schild 😉 aber dann auch in Lebensgroesse. Sehr schoene Tiere – leider vom Aussterben bedroht.

Was guckst du? Guter Zoom oder nicht? Isa hat sich ganz nah an dieses Kroko herangepierscht und diesen Schnappschuss geschafft.

Klar, dass sie hier gut lachen hat. Sie hats ueberlebt… und das Kroko auch. 😀

Von denen gibts hier im Nationalpark genug und ueberall wird man davor gewarnt.

Unsere erste Schlange. Klein, aber fein und nicht giftig.

Der beruehmte Strand am Cape Tribulation. Fast menschenleer und einfach traumhaft. Kein Wunder ist bei dem Anblick der gute Captain Cook vor ueber 200 Jahren hier in ein Riff gefahren und waere fast gesunken. Ach ja, waere er hier gesunken und nicht nach England zurueckgekehrt, waere jetzt Australien franzoesisch. 🙂 Und wir haetten hier leckeres, knuspriges Baguette. 🙂

Es waren echt wunderschoene Tage und aufregende Naechte – wir wissen ja nicht, ob ein Kroko vor unserem Spike auf uns wartet. Leider muessen wir weiter. Jetzt noch ein paar Tage in Cairns und dann wollen wir mal das wahre Australien kennen lernen – das Outback!