Airlie Beach – Whitsunday Islands

Das ist das krasse an Australien. Man kann fahren und fahren und es ist einfach nichts da. Nur Highway, Waelder, Berge und sonst nichts, also nicht wirklich Sehenswertes. Wir sind also schnell mal 1000km gefahren und sind jetzt in Airlie Beach gelandet. Ich weiss, wir haben schon oefter geschrieben, das wir das Paradies gefunden haben. So ist es hier auch. Airlie Beach und die Whitsunday Islands sind wirklich ein Paradies – vor allem fuer Segler. Airlie Beach ist ein netter kleiner Kuestenort mit einem grossen Yachthafen, einer wunderschoenen Beach, vielen Bars und Restaurants und noch viel mehr Travellern.

Nach langem hin und her haben wir und schliesslich auch fuer eine Segeltour entschieden. 3 Tage auf offener See auf Renn-Segelschiff. Man waren wir wieder aufgeregt. Ja nicht seekrank werden, sonst stehen wir die 3 Tage und Naechte nicht durch… Mit 20 anderen Reisenden aus 10 verschiedenen Laender sind wir schliesslich mit der „Apollo“ in See gestochen! Schiff ahoi! Das war also unser zu Hause fuer die naechsten Tage…

… und das war unsere Wohnung! 😉 suess, schnuckelig und verdammt schaukelig… 😉

Zum Glueck war auch die grosse Segelnation Schweiz vertreten. 😉 Da konnte auf hoher See auch nichts mehr passieren. 😀

Die Whitsunday Islands sind Teil des Great Barrier Reefs. Klar, dass wir die Moeglichkeit zum Schnorcheln und Tauchen ausnutzen. Der Tauchkurs in Thailand soll sich ja gelohnt haben. Und hier in Australien ist es noch viel schoener. Die Korallen sind viel farbiger, spezieller, die Fische groesser und auch hier gibts Nemo… leider haben wir wieder keine Haie gesehen… 😦 ist vielleicht auch besser so.

Keine Haie, dafuer haben wir viele Wale gesehen. Dieser hier ist nur 20m an unserem Schiff vorbeigeschwommen. Ein anderer – leider waren wir zu langsam und haben kein Foto geschafft – hat 5x mit der Schwanzflosse gewunken und wieder ein anderer Wal ist immer wieder in die Luft gesprungen. Wahnsinn. Ich finde diese Tier sowas von faszinierend. Echt genial, sie in freier Wildbahn zu sehen.

Am zweiten Tag haben wir die Whitehaven Beach angesteuert… ein Traum… ich glaub, es ist der schoenste Strand der Welt… normalerweise ist der Sand blendend weiss, das Wasser leuchtend tuerkis gruen und dahinter beginnt gleich der Regenwald… Echt traumhaft. Unser Pech war nur, dass das Wetter nicht so toll war, und so kann man auf den Bildern nur erahnen, wie schoen der Strand hier ist…

Unser Bedenken hatten sich schnell in Luft aufgeloest… es ist wunderschoen und wahnsinnig romantisch auf einem Segelschiff dem Sonnenuntergang entgegen zu steuern …

… und mit ein paar coolen Leute ein Glaeschen Wein zu trinken… wenn ihr euch jetzt noch im Hintergrund „Bob Marley“ vorstellt – perfekt!!!

Diese langweilige Runde spielt gerade „Fuck you…“. Keine Ahnung wie das funktioniert hat, aber ich hab gewonnen – oder verloren – oder was weiss ich.

 Wir koennten ewig weiterschwaermen, wie schoen es ist oder war… tolle Inseln, gruenes Wasser, Sandstrand, Sandbaenke und wieder wunderschoene Korallen und sogar Riesenschildkroeten und auch Delphine haben wir gesehen.

Mit diesem typisch australischen Sonnenuntergang hat Isa den Fotowettbewerb auf dem Schiff gewonnen… 🙂 in Wahrheit war der Sonnenuntergang und die Stimmung so unglaublich geil… wow…

Es waren fuer uns nach Fraser Island wohl die 2.besten Tage hier in Australien. Echt ein einmaliges Erlebnis… Und zum kroenenden Abschluss hat die ganze Truppe noch mit einem Bierchen angestossen…

… und beim Karaoke-Wettbewerb mitgemacht. Mit „Simply the best“ haben wir aber nichts gewonnen… nicht mal ein Freibier… 😦 obs an mir lag?

einmal um die ganze Welt…

50.000 km. Fast ein ganzes Jahr mit ca. 20 Leute auf einer nur 20m langen Segelyacht. Extreme Wetterverhältnisse – Hitze, Wirbelstürme, 30m hohe Wellen, Eisberge – nichts ist ausgeschlossen. So kann man sich die wohl härteste und anspruchsvollste Herausforderung – für Mann, Frau (seit 1989 nimmt jedes Mal auch ein reines Frauenteam teil) und Boot – im Segelsport vorstellen. Die Boote müssen extremsten Belastungen aushalten – allein eine normale Windstärke 4 belastet das Segel und den Mast mit ein paar Tonnen. Das Volvo Oceans Race (bis 2001 The Whitbread Round the World Race) wird seit 1973 alle vier Jahre durchgeführt. Der Turnus wurde auf alle drei Jahre geändert, so dass das nächste Rennen im Herbst 2008 beginnt.

Bemerkenswert ist, dass hier – genauso wie beim America´s Cup – nicht die segelverrückten Neuseeländer gewinnen. 2001/02 hat sich mit der Illbruck unter dem Skipper John Kostecki sogar ein deutsches Boot in die Siegerliste eingetragen. Und auch die Schweizer hatten mit der UBS Switzerland mal die Nase vorn – 1985/86.

Warum ich das hier schreibe? Auch ich durfte vor Kurzem ein bisschen Oceans Race erleben. Auf der ehemals Illbruck haben wir ein Matchrace auf der Ostsee gemacht. Geil. Schaut mal:

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Also, das nächste Volvo Oceans Race startet in gut einem Jahr. Ziele werden sein: Start in Alicante/Spanien, Boston/USA, China, Indien, Singapur, Galway/Irland und der Zielhafen St. Petersburg/Russland. Hier findet Ihr alles weitere rund um das Event: http://www.volvooceanrace.org

Und wenn ich auf unserer Reise eine Segelschein mache, fahr ich vielleicht irgendwann bei dem Rennen wirklich mit. 😉

Ich wollte schon immer mal…

Gestern hat mich mein Sonnenschein gefragt, „Auf was freust du dich am meisten bei unserer Reise?“. Gute Frage. Eigentlich ganz einfach, es gibt ja hunderte Sachen, die ich sehen und machen will. Wenn man sich aber jetzt auf eins beschränken soll, ist schon schwerer. Wir haben schließlich einen ganzen Abend lang diskutiert. Und hier sind die Top-Antworten:

Auf welche 3 Dinge freuen wir uns am meisten?
1. das Gefühl von Freiheit – tun und lassen was immer wir wollen
2. was anderes sehen und kennen lernen
3. das erste original thailändische Fisch-Curry

Welche 5 Sachen wollen wir unbedingt sehen?
1. Ayer´s Rock
2. Elefanten
3. Traumstrände
4. „Nichts“ – die endlose Weite
5. Lenz & Manu und Tim

Welche 5 Sachen wollen wir unbedingt machen?
1. Elefanten reiten
2. Segeln in Neuseeland
3. ein eigenes Didgeridoo bauen
4. Weinlese in Australien
5. tauchen im Great Barrier Reaf

Natürlich gibt von allem irgendwann mal Beweisbilder. Wenn ihr aber jetzt noch Geheimtipps habt, freuen wir uns auf eure Empfehlung….

Zeit

Vor kurzem hat mich ein Freund gefragt, ob wir denn keine Angst hätten, dass wir in einem Jahr Urlaub nicht wissen, wie wir uns die Zeit vertreiben sollen und es uns zu langweilig wird. Also, Angst haben wir nicht, aber es ist sicher eine Herausfoderung. Zur Zeit haben wir ein sehr geregeltes Leben. In der Früh aufstehen, frühstücken, waschen, dann in die Arbeit gehen. Am Abend wieder heimfahren, kochen, essen und den Tag mit TV, einem Buch oder so ausklingen lassen. Ab und zu trifft man noch ein paar Freunde, geht Einkaufen, oder macht sonst irgendwas. Nur am Wochenende hat man etwas mehr Zeit, um das Leben mehr genießen zu können…
Und nun haben wir Zeit, sehr viel Zeit. Zuviel, um sich nicht zu langweilen? Oder sich einander zu nerven, weil man fast durchgehend zusammen ist?

Also, irgendwie kann man die Befürchtungen verstehen. Aber es liegt doch an uns selbst, wie wir die Zeit nutzen. Tun kann man ja viel: Ausflüge machen, Sehenswürdigkeiten ansehen, Nationalparks besichtigen, segeln oder tauchen… Hört sich doch schon gut an, nicht? Lesen, schreiben, surfen, wandern, oder Didgeridoo spielen (ja ok, ich laß es mit der Musik lieber sein – der Kommentar wäre sicher gekommen), andere Leute kennenlernen, arbeiten auch mal (also nur ich 😉 ), surfen, klettern, Elefanten-Touren…

Also mal ehrlich, langweilig wirds nicht wirklich. Und wenn doch? Dann ist man nicht so bequem wie zu Hause und schaut TV, sondern redet miteinander oder genießt einfach die unendliche Ruhe… Wir werden ja sehen, wie es uns ergeht. Gespannt bin ich selber schon sehr.