„Der Engel von Varanasi“

Wie sehen wir fremde Länder? Das Bild wird sehr stark durch Berichte und Bilder in Zeitungen oder im TV geprägt. Und meistens wird es wie ein Paradies dargestellt: Traumstrände, tolle Hotels und Restaurants, faszinierende Sehenswürdigkeiten. Aber meistens gibt es in vielen Ländern auch Leid und Not. Dies wird jeder, der reist auch mit den eigenen Augen sehen – sofern er nicht nur in seiner noblen Hotelanlage verweilt. Mir ist das nochmal sehr bewusst geworden, als ich letzte Woche bei VOX-Tours einen Bericht über Indien gesehen habe. Eine Geschichte die echt wahnsinnig prägt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Bitte lest den Beitrag bis zum Ende durch! Es tut gut die Welt mal mit anderen Augen zu sehen.

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Die Stella Deetjen aus Deutschland reiste mit Ihrem Rucksack auf der Suche nach Abenteuer nach Indien.

„Ich kam nach Benaris eine Pilgerstadt am Fluss Ganges und sah dort zum ersten Mal in meinem Leben Leprakranke“, schildert Stelle Deetjen ihre ersten Eindrücke als Touristin in Indien. „Sie saßen da und bettelten, ihre Lage sah für mich völlig hoffnungslos aus, als würden sie auf ihren Tod warten. Ich habe mich an ihnen vorbei geschlichen, so wie das eigentlich fast jeder dort tut. Ich gebe zu, am Anfang habe ich auch weggeschaut.“

Stella erzähle, das Sie sich am Ufer des Ganges vor Magenkrämpfen krümmte, da bot ein Leprakranker seine Hilfe an. Sie fragt nach dem Namen des Mannes und er antwortete „warum willst du das wissen? Kein Mensch fragt mich seit 10 Jahren nach meinem Namen!“ Doch nach der Begegnung mit dem älteren Leprakranken wollte Stella mehr über sein Leben erfahren und unterhielt sich mit ihm. „Die menschliche Wärme war so groß, dass ich keine Angst haben konnte“, erzählt sie. Die damals 24-Jährige freundet sich mit den Ausgestoßenen an, erfährt mehr von deren unfassbarem Elend und erlebt hautnah, welcher Willkür sie täglich ausgesetzt sind. Als die junge Deutsche erfährt, dass die Krankheit heilbar ist, verzichtet sie auf ihr geplantes Fotografie-Studium und bleibt in Indien. Gegen alle Widerstände gründet sie aus dem Nichts eine Straßenklinik und später ein Kinderheim für Straßenkinder – und wird seitdem als „Engel von Varanasi“ verehrt.

Diese Frau hat mich sehr beeindruckt, ja, richtig richtig berührt. Ich musste mich total zusammen reißen, weil ich einfach nur weinen hätte können und es mich zu tiefst getroffen hat. Es ist richtig grausam zu sehen, wie schlecht es anderen Menschen geht im Gegensatz zu uns. Wir motzen die ganze Zeit nur rum über einfache belanglose Dinge und die haben einfach gar nichts. NICHTS! Werden nicht mal angeschaut! Also diese Geschichte hat mich wirklich so getroffen und tief in mein Herz gestochen. Nach dieser Sendung konnte ich kaum an was anderes denken. Also ehrlich, wen diese Geschichte kalt lässt, hat wirklich kein Herz. Dafür bewundere ich diese Frau, eine Frau, die was durchsetzt und hilft. Etwas macht, was viele vielleicht wollen aber nicht tun oder sogar wegschauen. Ich habe sehr großen Respekt, diese Selbstlosigkeit, diesen Mut. Einfach Wahnsinn.

Deswegen haben auch wir eine kleine Spende an Back to Life e.V. überwiesen. Wenigstens ein kleines Bruchstückchen beigetragen zu haben für eine bessere Welt!

Hier der Link für Gleichgesinnte die auch so ein großes Herz haben und was Gutes tun wollen:

http://www.back-to-life.com/site/

 

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Jsa

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