Abel Tasman Nationalpark

Der Abel Tasman Nationalpark im Norden der Suedinsel Neuseelands wurde nach dem hollaendischen Entdecker benannt, der 1642 als erster „Weisser“ Neuseeland betreten hat. Am besten erkundet man den Park mit dem Kajak oder wie wir zu Fuss den Abel Tasman Coastal Track entlang.

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Diese Route lag vor uns. Start am Parkeingang in Maharau und dann ca. 30km ueber Anchorage Bay und Bark Bay nach Tonga. Weil wir so sportlich sind, haben wir 2 Tage Zeit. 😉

tour

Schwer beladen und noch mit einem Lachen im Gesicht gings los. Wir wussten noch nicht, wie schwer ein Zelt, etwas Kleidung, Schlafsaecke, viel Essen und Trinken (inkl. der schwer verdienten Flasche Wein) von Kilometer zu Kilometer werden koennen. 😉

rucksack

Aber die Strapazen lohnen sich. Schliesslich kommt man an unzaehligen von solch wunderschoenen Buchten vorbei. Doof war nur, dass sich mit den Abstechern zu jeder Beach der Weg immer um ca. einen Kilometer verlaengert…

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Der Regenwald und Fluesse im Nationapark sind nicht weniger faszinierend.

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Zum Teil kann der Track nur bei Ebbe fortgefuehrt werden. Zu langsam darf man also nicht werden, sonst muss man entweder ein paar Stunden bis zur naechsten Ebbe warten… oder einen Umweg von 5km gehen…

ebbe

Unser Nachtlager haben wir an der Torrent Bay aufgeschlagen. Leider bei Regen, aber fuer was schleppt man auch ein Zelt und Regenjacke usw. mit…

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Am 2. Tag wurden wir dann mit besserem Wetter belohnt. Und bei Sonnenschein gibt es doch bessere Bilder… tuerkisblaues Meer, saftig gruener Regenwald bis zur Beach und ein traumhaft schoener goldener Sandstrand…

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jsa

Da faellt es echt leicht eine Pause einzulegen… oder schwer, weil die naechste Beach noch schoener sein kann… 😉

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Nach 30km und insgesamt 10Stunden laufen kamen wir an unserem Ziel Onamahuti-Beach an. Leider hatten wir „nur“ eine Stunde Zeit zum Geniessen bis uns das Wassertaxi wieder abgeholt hat.

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Mit Blasen an den Fuessen, Muskeltkater und einen riesen Kohldampf auf ein feines Steak 🙂 sind wir nun schon sind wieder zurueck in Maharau. Die letzten Meter mit dem Wassertaxi ueber den breiten Sandstrand haben wir mit dem Traktor zurueckgelegt. 😀

maharau

Zuletzt haben wir noch einen kurzen Stop in Kaiteriteri eingelegt ehe es nun zurueckgeht auf die Nordinsel… schoen langsam neigt sich unsere Reise dem Ende zu… die letzte Etappe wurde eingelaeutet…

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Zeit

Vor kurzem hat mich ein Freund gefragt, ob wir denn keine Angst hätten, dass wir in einem Jahr Urlaub nicht wissen, wie wir uns die Zeit vertreiben sollen und es uns zu langweilig wird. Also, Angst haben wir nicht, aber es ist sicher eine Herausfoderung. Zur Zeit haben wir ein sehr geregeltes Leben. In der Früh aufstehen, frühstücken, waschen, dann in die Arbeit gehen. Am Abend wieder heimfahren, kochen, essen und den Tag mit TV, einem Buch oder so ausklingen lassen. Ab und zu trifft man noch ein paar Freunde, geht Einkaufen, oder macht sonst irgendwas. Nur am Wochenende hat man etwas mehr Zeit, um das Leben mehr genießen zu können…
Und nun haben wir Zeit, sehr viel Zeit. Zuviel, um sich nicht zu langweilen? Oder sich einander zu nerven, weil man fast durchgehend zusammen ist?

Also, irgendwie kann man die Befürchtungen verstehen. Aber es liegt doch an uns selbst, wie wir die Zeit nutzen. Tun kann man ja viel: Ausflüge machen, Sehenswürdigkeiten ansehen, Nationalparks besichtigen, segeln oder tauchen… Hört sich doch schon gut an, nicht? Lesen, schreiben, surfen, wandern, oder Didgeridoo spielen (ja ok, ich laß es mit der Musik lieber sein – der Kommentar wäre sicher gekommen), andere Leute kennenlernen, arbeiten auch mal (also nur ich 😉 ), surfen, klettern, Elefanten-Touren…

Also mal ehrlich, langweilig wirds nicht wirklich. Und wenn doch? Dann ist man nicht so bequem wie zu Hause und schaut TV, sondern redet miteinander oder genießt einfach die unendliche Ruhe… Wir werden ja sehen, wie es uns ergeht. Gespannt bin ich selber schon sehr.